„Schon wieder eine Baustelle?“
Warum ich heute ganz anders darüber denke.
Von Daniel Schröder | Geschäftsführer von Exact Security
Warum ich heute ganz anders darüber denke.
Von Daniel Schröder | Geschäftsführer von Exact Security
Ich wette, diesen Satz hat fast jeder von uns schon einmal gesagt.
Vielleicht morgens auf dem Weg zur Arbeit, vielleicht im Radio bei den Staumeldungen oder während man langsam an einer Baustelle vorbeifährt.
Ganz ehrlich? Ich habe früher genauso gedacht.
Heute bin ich meistens einer von denen, die dafür sorgen, dass diese Baustelle überhaupt sicher aufgebaut werden kann.
Und glaubt mir: Seitdem sehe ich das Thema mit ganz anderen Augen.
Während viele Menschen sich morgens noch einmal umdrehen, beginnt unser Arbeitstag oft mitten in der Nacht.
Treffpunkt im Betrieb in Kirchhain. Ein kurzer Kaffee, ein Blick auf die Einsatzplanung – und dann geht es los. Mal Richtung Marburg, mal nach Gießen, manchmal über die A49, die A5, die A7 oder die A45.
Jeder Einsatz ist anders, aber das Ziel bleibt immer gleich:
Sicherheit schaffen, bevor andere überhaupt merken, dass wir schon da waren.
Diese Frage höre ich tatsächlich ziemlich oft. Viele denken: „Die Baustelle ist doch erst in einem Kilometer – warum steht das Schild schon hier?“
Die Antwort ist einfach: Weil Sicherheit Zeit und Strecke braucht. Wer mit hoher Geschwindigkeit unterwegs ist, braucht genügend Zeit, um Informationen aufzunehmen, die Geschwindigkeit anzupassen und sicher zu reagieren. Genau deshalb werden Verkehrsführungen geplant und nicht einfach „nach Gefühl“ aufgebaut.
Den Spruch höre ich oft. „Ihr wollt uns doch nur in den Stau schicken.“ Ich kann euch beruhigen. Niemand baut morgens um vier Uhr bei Regen oder im Winter eine Verkehrssicherung auf, weil er Langeweile hat.
Wir machen das, damit Menschen sicher arbeiten können. Denn nur wenige Meter neben dem fließenden Verkehr stehen häufig Bauarbeiter, Monteure oder Techniker. Sie verlassen sich darauf, dass die Verkehrssicherung funktioniert.
Bevor überhaupt das erste Verkehrszeichen aufgestellt wird, beginnt im Hintergrund bereits die eigentliche Arbeit. Eine Verkehrssicherung besteht nicht nur aus Schildern. Dazu gehören unter anderem:
Erst wenn alle Bausteine zusammenpassen, entsteht eine sichere Arbeitsstelle.
Mal sichern wir eine Tagesbaustelle auf der A5 bei Frankfurt ab.
Am nächsten Tag geht es auf die A49 zwischen Kassel und Stadtallendorf.
Oder wir richten eine Verkehrsführung im Raum Marburg, Gießen, Wetzlar, Fulda, Kirchhain oder Alsfeld ein.
Jede Strecke hat ihre Besonderheiten. Genau deshalb gibt es keine Standardlösung für jede Baustelle.
Ich werde oft gefragt: „Wie läuft so etwas eigentlich ab?“
Oder: „Warum macht ihr das so?“
Genau deshalb gibt es ab heute diesen Blog. Ich möchte euch nicht mit Paragraphen langweilen. Ich möchte euch zeigen, was hinter unserer Arbeit steckt. Mit echten Geschichten. Mit spannenden Einblicken. Mit einem kleinen Augenzwinkern. Und natürlich mit jeder Menge Praxis.
In den kommenden Wochen nehme ich euch mit hinter die Kulissen.
Wir sprechen unter anderem über:
Wenn ihr nach diesem Beitrag das nächste Mal an einer Baustelle vorbeifahrt und euch denkt:
„Schon wieder eine Baustelle …“
…dann denkt vielleicht auch kurz an die Menschen, die dort arbeiten – und an diejenigen, die schon Stunden vorher dafür gesorgt haben, dass genau diese Arbeit sicher möglich ist.
Bis zum nächsten Beitrag!
Euer Daniel Schröder
Geschäftsführer | Exact Security